Ein Mann aus dem Wetteraukreis verlor rund 100.000 Euro durch ein mutmaßliches Anlagebetrugssystem. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Gießen mitteilen, nahmen Ermittler nun einen 38-jährigen Tatverdächtigen fest – die Ermittlungen laufen jedoch weiter.
Anfang Mai 2026 war der Geschädigte auf ein vermeintlich lukratives Investmentangebot gestoßen. Zunächst lief alles nach Plan: Nach kleineren Einzahlungen erhielt er sogar erste Gewinne ausgezahlt. Genau so bauten die mutmaßlichen Betrüger Vertrauen auf. Anschließend überzeugten sie ihr Opfer, immer höhere Beträge zu investieren – in der Hoffnung auf noch größere Renditen.
Am Ende überwies der Mann rund 100.000 Euro. Als er sich sein Geld und die versprochenen Gewinne auszahlen lassen wollte, blockierten die Täter die Auszahlung. Stattdessen forderten sie weitere Einzahlungen. Erst danach schaltete der Mann die Polizei ein und erstattete Anzeige.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führten schließlich zu einem 38-jährigen Mann aus Baden-Württemberg. Er wurde am Mittwochabend (15. Juli) im Wetteraukreis festgenommen. Welche Rolle der Tatverdächtige genau gespielt hat, wird derzeit noch geprüft. Auch nach den bislang unbekannten Hintermännern des mutmaßlichen Betrugsnetzwerks wird weiter ermittelt.
Bei der Festnahme stellten die Ermittler außerdem Bargeld sicher, das möglicherweise aus einer weiteren Straftat stammt. Zusätzlich beschlagnahmten sie Datenträger und ein Mobiltelefon, die nun digitalforensisch ausgewertet werden. Der 38-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt, da nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen keine Haftgründe vorlagen.
Quelle: Redaktion

