Fachkräftemangel, mehr Bürokratie und knappe Ressourcen: Die Kommunen Rockenberg und Münzenberg setzen deshalb verstärkt auf Zusammenarbeit. Mit gemeinsamen Projekten wollen sie Verwaltung effizienter machen und ihre Zukunft sichern.
Während viele Städte und Gemeinden vor immer größeren Herausforderungen stehen, gehen Rockenberg und Münzenberg gemeinsam einen anderen Weg. Die beiden Nachbarkommunen in der nördlichen Wetterau bauen ihre interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) weiter aus und bündeln dort Kräfte, wo es für beide Seiten Vorteile bringt.
Was zunächst nach Verwaltungssprache klingt, hat ganz praktische Auswirkungen. Bereits umgesetzt wurden ein gemeinsamer Standesamtsbezirk sowie die Zusammenarbeit der Bauhöfe. Dadurch können Aufgaben effizienter erledigt und personelle Ressourcen besser genutzt werden. Gerade kleinere Kommunen profitieren davon, wenn sie nicht jede Herausforderung allein stemmen müssen.
Die Grundlage für weitere gemeinsame Projekte liefert eine Machbarkeitsstudie. Noch in diesem Jahr sollen die gesetzlich vorgeschriebenen Spielplatzkontrollen gemeinsam organisiert werden. Außerdem planen beide Gemeinden, ab 2027 Verwaltungsnachwuchs gemeinsam auszubilden. Auch bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen und im Bereich Ordnungsrecht laufen bereits Vorbereitungen für weitere Kooperationen.
Die Bürgermeisterinnen Olga Schneider und Dr. Isabell Tammer sehen darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft ihrer Kommunen. Ihr Ziel: Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger langfristig sichern, Kosten im Blick behalten und gleichzeitig handlungsfähig bleiben.
Dabei betonen beide Rathäuser, dass die Eigenständigkeit von Rockenberg und Münzenberg erhalten bleibt. Statt Fusionen oder Zusammenlegungen gehe es darum, in ausgewählten Bereichen gemeinsam stärker zu werden. Die politische Unterstützung für diesen Kurs ist in beiden Kommunen vorhanden.
Quelle: Redaktion

