Reichelsheim plant den Bau einer neuen viergruppigen Kindertagesstätte und bringt das Großprojekt einen entscheidenden Schritt voran. Nach Angaben der Stadt Reichelsheim liegt jetzt der überarbeitete Vorentwurf vor – die Fertigstellung ist für den Sommer 2028 vorgesehen.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Magistrat im Januar 2026 beauftragt, die bisherigen Pläne an die aktuelle Kita-Bedarfsplanung anzupassen. Weniger als sechs Monate später präsentiert Bürgermeisterin Lena Herget die überarbeitete Planung für den Neubau in der Reichelsheimer Kernstadt. Entstehen soll eine moderne Einrichtung mit vier Gruppen, die sowohl den aktuellen Bedarf als auch künftige Entwicklungen in der Kinderbetreuung berücksichtigt.
Geplant sind zwei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren – jeweils mit eigenem Schlafraum – sowie zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren. Hinzu kommen unter anderem ein Mehrzweckraum, ein Intensivraum, großzügige Spielflure, ein zentraler Essensbereich mit Küche sowie moderne Arbeitsräume für das pädagogische Team. Für Eltern entsteht direkt im Eingangsbereich ein eigener Informationsbereich. Außerdem erhalten die U3- und Ü3-Bereiche jeweils einen direkten Zugang zu geschützten Außenspielflächen.
Auch die Verkehrsanbindung wurde in die Planung einbezogen. An der Willy-Nohl-Straße ist eine Hol- und Bringzone vorgesehen. Weitere Parkplätze entstehen nördlich der Sporthalle, die über einen Fußweg mit der neuen Kita verbunden wird. Ein separates Nebengebäude bietet Platz für Fahrräder, Krippenwagen und Müllbehälter.
Ein besonderer Pluspunkt: Das Gebäude ist bereits so geplant, dass es später um zwei weitere Gruppen erweitert werden kann. Laut Bürgermeisterin Lena Herget investiere die Stadt damit nicht nur in moderne Räume für Kinder und Erzieherinnen und Erzieher, sondern schaffe zugleich die notwendige Flexibilität für steigende Betreuungszahlen. „Dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt und unserer Familien“, sagt die Bürgermeisterin.
Auch Corina Morkel, Leiterin der Kita Steinbeißer, blickt optimistisch auf den Neubau. Die neuen Räume eröffneten deutlich bessere pädagogische Möglichkeiten und verbesserten gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für das gesamte Team. Die Vorfreude auf die neue Einrichtung sei entsprechend groß.
Den Vorentwurf haben die Architekten Jörn Warnebier und Sabine Trilling von der twoo architekten GmbH aus Köln entwickelt. Als Nächstes folgen die Detailplanung, weitere Fachgutachten sowie das Bauantrags- und Vergabeverfahren. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten nach Abschluss dieser Schritte beginnen. Die Eröffnung der neuen Kita ist für den Sommer 2028 vorgesehen.
Quelle: Redaktion

