Die Landesgartenschau Oberhessen 2027 entfaltet ihre Wirkung offenbar schon lange vor der Eröffnung. Das zeigen neue Untersuchungen von Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, die jetzt in Bad Salzhausen vorgestellt wurden. Das geht aus einer Mitteilung der Landesgartenschau Oberhessen 2027 hervor.
Mehr als 90 Gäste aus Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft verfolgten die Präsentation der Abschlussarbeiten. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Auswirkungen die Landesgartenschau bereits heute auf die Entwicklung der Gastgeberkommunen hat. Die Antwort der Studierenden fiel eindeutig aus: Die Landesgartenschau Oberhessen 2027 sorgt schon jetzt für mehr Tempo bei Projekten, neue Kooperationen und zusätzliche Fördergelder.
Bei der Veranstaltung betonte Klaus Karger, Geschäftsführer der WiReg Wetterau, dass die Landesgartenschau bereits wie ein „Sonderkonjunkturprogramm“ wirke. Nach seinen Angaben konnten inzwischen mehr als 30 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben werden. Gleichzeitig stärke das Projekt nicht nur Ortskerne und Grünflächen, sondern auch das Engagement von Vereinen und Initiativen in der Region.
Für ihre wissenschaftlichen Analysen untersuchten die Studierenden die Gastgeberkommunen Bad Salzhausen, Büdingen, Hirzenhain und Gedern. Grundlage waren Ortsbegehungen, Experteninterviews sowie städtebauliche Analysen. Das Ergebnis: In allen vier Orten beschleunigt die Landesgartenschau bereits laufende Entwicklungen. Planungen kommen schneller voran, neue Netzwerke entstehen und Projekte erhalten zusätzlichen Rückenwind.
Dabei zeigen sich die Effekte ganz unterschiedlich: In Bad Salzhausen wird das historische Kur- und Parkgelände mit neuen Freizeitangeboten für Familien weiterentwickelt. In Büdingen entsteht ein neuer Stadtpark, der die Innenstadt dauerhaft aufwerten soll. Hirzenhain setzt auf eine Erlebnismeile mit mehr Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung, während Gedern Schlosspark, Innenstadt und See stärker miteinander verknüpfen möchte, um Tourismus und Stadtentwicklung gemeinsam voranzubringen.
Auch die wissenschaftlichen Arbeiten selbst stießen auf großes Interesse. Beim anschließenden Austausch diskutierten Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft darüber, wie die Erkenntnisse in die weitere Entwicklung der Region einfließen können.
Quelle: Redaktion

