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Hitze wird zur Gefahr für Pflegebedürftige

Die anhaltend hohen Temperaturen können für pflegebedürftige Menschen schnell lebensgefährlich werden. Davor warnt der Pflegestützpunkt Wetteraukreis in einer aktuellen Pressemitteilung und ruft Angehörige dazu auf, jetzt besonders aufmerksam zu sein.

Die Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hessen bis Ende Juni bereits rund 600 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben – und damit schon jetzt mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, gesundheitlich geschwächte Personen und Pflegebedürftige.

Gerade bei ihnen können hohe Temperaturen Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel oder Verwirrtheit deutlich schneller auslösen. Warnzeichen wie Schwindel, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, Fieber oder Orientierungsprobleme sollten deshalb nicht unterschätzt werden. Außerdem kann Hitze die Wirkung bestimmter Medikamente verändern. Wer beispielsweise Blutdrucksenker oder entwässernde Medikamente einnimmt, sollte die Medikation gemeinsam mit der Hausärztin oder dem Hausarzt überprüfen. Auch die richtige Lagerung der Arzneimittel spielt bei hohen Temperaturen eine wichtige Rolle.

Der Pflegestützpunkt Wetteraukreis empfiehlt außerdem, ausreichend Wasser oder ungesüßte Getränke zu trinken – bei Bedarf hilft ein Trinkplan. Wohnräume sollten möglichst kühl bleiben: Morgens und abends lüften, tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten. Leichte Mahlzeiten mit Obst und Gemüse entlasten den Körper zusätzlich. Körperliche Anstrengung sollte möglichst vermieden werden, Spaziergänge am besten nur in den kühlen Morgenstunden stattfinden.

Auch pflegende Angehörige können viel zum Hitzeschutz beitragen. Wer sich frühzeitig über angekündigte Hitzewellen informiert, kann Besuche oder Anrufe häufiger einplanen und so erste Anzeichen einer Überlastung durch die Hitze schneller erkennen.

Wer Fragen rund um Pflege oder Unterstützungsangebote hat, kann sich an den Pflegestützpunkt Wetteraukreis wenden. Die Beratungsstelle ist kostenfrei und neutral. In Büdingen (Berliner Straße 31) ist sie unter 06042 989-3413, -3464 oder -3465 erreichbar. Der Standort Friedberg (Pfingstweide 7) ist unter 06031 83-3411 oder -3412 erreichbar. Außerdem ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail an pflegestuetzpunkt@wetteraukreis.de möglich.

Weitere Informationen zum Thema Hitzeschutz für Pflegebedürftige gibt es außerdem beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.

Quelle: Redaktion

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