Dr. Claudia Weise ist neue Honorarprofessorin an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Die Energie-Expertin lehrt bereits seit 2019 am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie in Friedberg und verbindet dort Hochschullehre mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung. Die Informationen stammen aus einer Mitteilung der THM.
Für viele Studierende ist sie längst ein bekanntes Gesicht: Claudia Weise unterrichtet an der THM unter anderem zu erneuerbaren Energien und Technischer Thermodynamik. Außerdem hat sie mehr als zehn Projekt-, Studien- und Bachelorarbeiten betreut und Studierende während ihrer Berufspraktischen Phase begleitet.
Ihr Weg in die Energie- und Ingenieurwelt begann nach dem Studium des Umweltingenieurwesens 1995 bei Siemens. Als Projektingenieurin arbeitete sie im In- und Ausland in der Energiewirtschaft sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Nach einer Station beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) machte sie sich 2007 als beratende Ingenieurin selbstständig.
Heute ist Weise vor allem mit internationalen Großprojekten beschäftigt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Flexibilisierung thermischer Kraftwerke. Gerade in Ländern, die noch stark von Kohle abhängig sind, geht es dabei darum, technische Voraussetzungen für den späteren Ausbau erneuerbarer Energien zu schaffen. Über ihre Erfahrungen berichtet Weise regelmäßig auf internationalen Fachveranstaltungen.
Auch über den Hörsaal hinaus engagiert sie sich für den Nachwuchs. Als Mentorin bei „Mentoring Hessen“ begleitet sie angehende Ingenieurinnen und Doktorandinnen auf ihrem Weg ins Berufsleben. Zudem unterstützt sie die VDMA-Initiative „Ingenieurinnen im Maschinen- und Anlagenbau“, die seit 2022 mehr Frauen für technische Berufe gewinnen möchte.
Mit der Honorarprofessur würdigt die THM nun vor allem die Verbindung aus wissenschaftlicher Lehre und praktischer Erfahrung. Für den Hochschulstandort Friedberg bringt Weise damit weiterhin ihre Erfahrungen aus internationalen Energieprojekten direkt in die Ausbildung angehender Ingenieurinnen und Ingenieure ein.
Quelle: Redaktion

