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Büdingens neuer Stadtpark nimmt weiter Gestalt an

Rund 200 Menschen haben sich bei einer Baustellenführung den neuen Stadtpark in Büdingen angesehen. Wie das Presseteam der Landesgartenschau Oberhessen 2027 gGmbH berichtet, wächst das Gelände für die Landesgartenschau 2027 sichtbar – und auch der inklusive Spielplatz nimmt konkrete Formen an.

Auf frisch angelegten Wegen und zwischen den ersten Pflanzflächen konnten sich die Besucher ein Bild vom Baufortschritt machen. Laut Thomas Hellingrath, Geschäftsführer der Landesgartenschau Oberhessen 2027, war das Interesse deutlich größer als noch im Frühjahr. Der neue Stadtpark soll nahe der historischen Altstadt, dem Rathaus und der Willi-Zinnkann-Halle eine grüne Insel zum Erholen, Spielen und Feiern werden.

Dafür wird kräftig gepflanzt: Insgesamt 100 sogenannte Zukunftsbäume sind vorgesehen. Rund 14.000 Stauden stehen bereits in den Regengärten, weitere etwa 7.000 sollen im Klimahain am Seemenbach wachsen. Die Pflanzen sind so ausgewählt, dass sie mit wechselnden Bedingungen zurechtkommen – von längeren Trockenphasen bis zu zeitweise viel Wasser. Im September soll zusätzlich ein wärmeliebender Blühsaum entstehen.

Auch beim Regenwasser setzt der Stadtpark Büdingen auf ein Konzept für Wetterextreme. 15 miteinander verbundene Versickerungsmulden und eine Retentionsfläche in der Parkmitte sollen Niederschläge aufnehmen und zurückhalten. Überschüssiges Wasser kann anschließend über den Seemenbach abgeleitet werden. Für das geplante Wasserspiel am Rathausplatz und den neuen Spielplatz sind außerdem Zisternen mit Wasseraufbereitung vorgesehen. Ein Trinkwasserbrunnen soll ebenfalls entstehen.

Für Familien dürfte vor allem der inklusive Spielplatz interessant werden. Erste Elemente sind bereits aufgebaut, ein Sonnensegel soll später für Schatten sorgen. Die Anlage wird mit mehr als 126.000 Euro aus der Aktion „Stück zum Glück“ von Aktion Mensch gefördert – rund 66 Prozent der Gesamtkosten. Sandflächen gibt es nicht. Stattdessen soll der Spielplatz mit Rollstuhl und Rollator befahrbar sein. Im Anschluss ist ein multifunktionales Spielfeld mit Basketballkorb und Calisthenics-Angeboten geplant. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im September beginnen.

Rund um den Spielplatz entstehen außerdem zwei Bouleplätze. Hängematten, Sitzblöcke und zwei Sitzterrassen am Seemenbach sollen zum Verweilen einladen. Der barrierefreie Rundweg durch den Park wird als sogenannter Loop angelegt. An der Willi-Zinnkann-Halle ist ein „Stadtsofa“ mit Bühne und Tribüne für kleinere Veranstaltungen geplant. Eine digitale Abholstation soll es zudem ermöglichen, außerhalb der Rathaus-Öffnungszeiten beispielsweise Pässe abzuholen.

Der neue Park soll rund um die Uhr geöffnet bleiben. Ein fertiges Konzept gegen Vandalismus gibt es laut Erster Stadträtin Katja Euler noch nicht. Vorrichtungen für Kameras seien vorhanden, eine Videoüberwachung könne aber nicht ohne Weiteres eingerichtet werden. Entscheidend sei deshalb auch, dass der Park von möglichst vielen Menschen genutzt werde.

Eine besondere Ergänzung bekommt das neue grüne Herz Büdingens schon vor der Eröffnung: Die Europa-Union Wetterau will im Park einen Europabaum pflanzen. Damit setzt die Organisation eine Tradition fort und möchte ein sichtbares Zeichen für Frieden, Demokratie und Zusammenarbeit in Europa setzen. „Wir werden es nur gemeinsam gut schaffen“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Peter Bauch.

Beim Fertigstellungstermin bleibt es ambitioniert. LGS-Bauleiter Christopher Blos gab sich bei der Baustellenführung sicher: „Auf jeden Fall zum 22. April 2027.“ Dann beginnt die Landesgartenschau Oberhessen – und Büdingens neuer Stadtpark soll bereit sein.

Quelle: Redaktion

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