In Büdingen wird an vielen Stellen gleichzeitig gebaut: Brücken, Straßen, Radwege, Feuerwehrhäuser, Kitas und der neue Stadtpark gehören zu den zahlreichen Projekten. Die Stadt investiert damit in ihre Infrastruktur und in die Lebensqualität – auch wenn Anwohner derzeit Umleitungen, Lärm und Baustellen in Kauf nehmen müssen. Nach Angaben der Stadt Büdingen laufen zahlreiche Vorhaben parallel.
Besonders deutlich zeigt sich das derzeit im Straßenverkehr. Die Brücke in der Brunostraße soll im September fertig werden und anschließend wieder für den Verkehr freigegeben werden. Mit der Eberhard-Bauner-Allee steht bereits die nächste größere Straßenbaumaßnahme an. Auch in den Stadtteilen wird gearbeitet: In Rinderbügen geht es unter anderem um Straßen und Kanalisation, in Eckartshausen wird die Brücke über den Krebsbach am Kindergarten nach rund acht Jahren Planung saniert.
Auch das Radwegenetz wächst. Neue Verbindungen entstehen am Hammer sowie zwischen Rinderbügen und Wolferborn. Zusätzliche Parkplätze sind an der Fahrbach und in der Berliner Straße geplant. „Viele dieser Maßnahmen laufen parallel und müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden“, sagt Susanne Mahnke, stellvertretende Leiterin des Bauamts. Dabei gehe es nicht nur um sichtbare Baustellen: Auch Kanäle, Brücken und andere technische Infrastruktur müssten regelmäßig erneuert werden, damit sich kein Sanierungsstau entwickelt.
Bei Feuerwehr und Hochwasserschutz geht es ebenfalls voran. Das neue Feuerwehrgerätehaus in Diebach am Haag soll im Herbst übergeben werden, während in Wolf bereits das nächste Feuerwehrhaus entsteht. Am Seemenbach bei der Kläranlage Düdelsheim läuft die Renaturierung. Weitere Arbeiten zwischen Büdingen und Rinderbügen haben begonnen.
Für Familien kommen neue Angebote hinzu. Der Spielplatz am Eichelberg ist fertig, ab September entsteht im neuen Stadtpark ein großer inklusiver Spielbereich. Die Erweiterung der Kita Weiherwiesen läuft bereits. In Lorbach wird die Wolfgang-Konrad-Halle nach einem Wasserschaden saniert, während im Neubaugebiet Düdelsheim die Erschließung kurz vor dem Abschluss steht.
Eine besondere Rolle spielt die Entwicklung auf der Bruchwiese. Dort wächst der neue Stadtpark, der im Rahmen der interkommunalen Landesgartenschau Oberhessen 2027 zu einem Treffpunkt für Freizeit, Kultur und Erholung werden soll. Auch in den Stadtteilen entstehen Projekte, die über das Jahr 2027 hinaus bleiben sollen – darunter die Aufwertung des Erlenborns in Michelau, die ApfelArche im TraumWald und die Sanierung des Backhauses in Wolf.
Bürgermeister Benjamin Harris weiß, dass die vielen Baustellen den Alltag derzeit nicht einfacher machen. „Umleitungen, Lärm, Staub und längere Wege sind nicht angenehm“, sagt er. Gleichzeitig verweist er auf das Ziel hinter den Arbeiten: bessere Infrastruktur, neue Treffpunkte und mehr Lebensqualität. Möglich werden zahlreiche Projekte auch durch Fördermittel, unter anderem vom Land Hessen, von Hessen Mobil, aus der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen, dem Regionalbudget und der KfW.
Unterm Strich soll aus den vielen Baustellen also mehr entstehen als neue Straßen oder reparierte Brücken: sichere Verkehrswege, bessere Radverbindungen, moderne Feuerwehrhäuser, zusätzliche Betreuungsangebote und attraktive Orte zum Treffen und Erholen. „Wenn die Bauzäune verschwinden, sollen die Menschen sagen können: Die Geduld hat sich gelohnt“, so Harris.
Quelle: Redaktion

